Erfahrungen & Bewertungen zu aktives-sitzen.at

Interview mit einem Fitnesstrainer

Immer mehr Menschen klagen über Verspannungen, Rücken- oder Nackenschmerzen. Was man jenseits vom richtigen Sitzen am Arbeitsplatz noch tun, kann verrät uns EMS- und Personal-Trainer Daniel Körber im Interview.

Image03

  • Daniel, kurz zu deiner Geschichte: Was hat dich dazu bewegt Personal und EMS-Trainer zu werden?

Ich komme ursprünglich aus dem Leistungssport. Ich habe von klein auf Sport gemacht und für mich war klar, dass ich mich auch beruflich in diesem Bereich verwirklichen möchte. Auch anderen dabei behilflich zu sein sportlich aktiv zu werden und wie das ganze richtig umgesetzt werden kann, hat mich immer schon begeistert. Als Personal Trainer kann ich meine Kunden vom ersten Tag an begleiten und dabei sehen wie sie sich mit der Zeit weiterentwickeln. Das EMS Training für sich ist eine gute Methode um das Personal Training optimal zu ergänzen. Dadurch spreche ich eine größere Zielgruppe an. Die Möglichkeiten des Personal Trainings erweitern sich dadurch. Die Zeiteffizienz ist dabei ein wichtiger Punkt. Im Vergleich zum klassischen Personal Training ist es preislich auch ein Vorteil. Mit dem EMS Training spreche ich auch Kunden an, die das klassische Krafttraining nicht machen können, beispielsweise Leute mit Knie- oder Rückenproblemen. Ich kann gezielt Muskeln bei den Leuten trainieren, die mit der Belastung auf die Gelenke aufpassen müssen.

  • Für wen eignet sich das Training und wie läuft es ab?

Meine Trainingsmethode soll in erster Linie Menschen mit Rückenproblemen ansprechen. Es gibt Personen, die können die klassischen Rückenübungen nicht durchführen. Mit dem EMS Training können die Leute effektiv und gezielt Muskelpartien trainieren, ohne dass dabei eine erhöhte Belastung für den Bewegungsapparat entsteht. Die Methode des EMS Trainings erscheint mir persönlich am sinnvollsten für Menschen mit Rückenproblemen oder auch jene die einfach nur vorbeugend etwas für ihren Rücken tun möchten.

  • Woher kommen Rückenschmerzen deiner Meinung nach überhaupt?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es gibt sehr viele Ursachen dafür wo Rückenschmerzen herkommen können. Prinzipiell muss unterschieden werden, ob es sich um spezifische oder um unspezifische Rückenschmerzen handelt. Ersteres bedeutet, dass eine Ursache im Sinne einer Verletzung oder eines Bandscheibenvorfalls vorliegt und mit spezifisch ist gemeint, dass die Person diffuse Kreuzschmerzen ohne erkennbare Ursache hat. Für die Therapie bedeutet das, dass du dich entweder auf die Ursache oder die Symptome konzentrieren musst. Spezifische Ursachen wie bspw. ein Bandscheibenvorfall können, müssen aber nicht, operativ behoben werden und bei unspezifischen Ursachen sollten die Symptome behandelt werden mit Massagen oder Physiotherapie beispielsweise. Grundsätzlich ist schon zu sagen, dass Rückenschmerzen auf Grund von Bewegungsmangel entstehen. Die Muskulatur ist nicht stark genug bzw. arbeitet nicht effektiv genug um die Belastungen im Alltag abzufangen. Das liegt vor allem auch daran, dass die Leute viel zu viel sitzen – das zieht sich durch den ganzen Tag.

  • Wie oft sollte man in der Woche trainieren, um z.B den Rücken gesund zu halten und Verspannungen zu vermeiden? Wie sieht so ein Workout à la Daniel Körber in der Regel aus?

Das kommt ganz auf den Status quo der Person an, was sie für Probleme hat und wie der Lifestyle ausschaut. Da ist grundsätzlich alles möglich, von einmal pro Woche trainieren bis täglich. Je nachdem wie man das Training aufbaut. Beim EMS Training ist es so, dass ein Training pro Woche ausreichend ist. Dadurch legt man schon mal eine solide Basis für den Rücken, sozusagen eine Grundstabilität, die jeder haben sollte. Außerdem kommt es ganz darauf an, welche Ziele der Kunde sich setzt, sei es ein Wettkampf oder das Ausüben einer bestimmten Sportart. Das variiert dann wie gesagt von einem Training einmal pro Woche bis täglich. Verspannungen für sich müssen individuell gesehen werden aber grundsätzlich kann ich sagen je mehr sich jemand bewegt desto geringer ist das Risiko an Verspannungen zu leiden und damit muskuläre Dysbalancen zu bekommen. Wenn ich von Bewegung spreche, meine ich natürlich auch das Training. Ein gezieltes Training ist wesentlich effizienter als sich einfach nur zu bewegen. Dabei meine ich vor allem das Krafttraining.

Image04

  • Was für ein Training würdest du wem empfehlen der mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat? Oder was kann man deiner Meinung nach tun um den Rücken gesund zu erhalten?

Nach der bereits erwähnten Abklärung der Ursache für die Rückenschmerzen würde ich zum Einen jedem empfehlen sich eine Sportart zu suchen, die einem Spaß macht, damit mehr Bewegung in den Alltag kommt. Ich empfehle auch die scheinbar ganz banalen Dinge im Alltag wie bspw. Treppensteigen statt den Aufzug zu nehmen oder den Parkplatz zu nehmen, der ein bisschen weiter entfernt liegt. Mit solch einfachen Dingen kann man schon eine Basis für mehr Bewegung legen. Zum anderen würde ich auf alle Fälle ein Krafttraining empfehlen. Darum kommt man bei Rückenbeschwerden nicht herum. Das ist Fakt. Je mehr die Muskeln trainiert sind, desto geringer ist das Risiko, dass Rückenschmerzen entstehen können. Krafttraining kann mittels EMS Training, klassischem Training im Fitnessstudio oder Training mit dem eigenen Körpergewicht gemacht werden. Wichtig dabei ist, dass man es richtig und gezielt macht am besten mit einem Plan dahinter. Ich persönlich unterscheide grundsätzlich zwischen Sport und Training. Unter Training verstehe ich, dass es zielgerichtet, systematisch und planmäßig ist.

 

  • Daniel, wie überzeugst du einen Sportmuffel mit drei Argumenten noch heute mit dem Sport anzufangen?

Viel gewonnen ist vor allem dann, wenn jemand selbst den ersten Schritt macht und auf mich zukommt. Prinzipiell wissen es die Leute sowieso worauf es grundsätzlich ankommt – Bewegung, gesunde Ernährung etc. Die Motivation muss aus einem selbst kommen. Ansonsten kann ich als Trainer oder Außenstehender da nur wenig bewirken. Natürlich gibt es lockende Argumente wie dir geht es dann besser, du schaust besser aus, du kannst besser schlafen oder du hast dann keine Schmerzen mehr. Aber im Optimalfall spürt jemand das immer selbst was ihm oder ihr guttut. Wenn es einem gut geht und er mit sich im Reinen ist, gibt es oft keinen Anlass irgendetwas im Leben zu ändern. Wenn allerdings wer motiviert ist und Unterstützung möchte, nehme ich die Person an die Hand und mache ihnen das Programm so einfach wie möglich. Es gehört zu meinen Grundprinzipien, dass ich im Training komplexe Angelegenheiten auf etwas Einfaches herunterbreche. So wird es besser angenommen.

Unser Experte:
Daniel Körber hat sein Studio in Landeck und ist zertifizierter Gesundheits- und Fitnesstrainer, medizinischer Masseur und Heilmasseur, Sporttherapeut und Ernährungstrainer.

Image01

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.